Kurz gesagt: Eine gute Website für Pflegedienst-Betriebe beantwortet in wenigen Sekunden drei Fragen: Welche Pflege bieten Sie an, in welchen Orten sind Sie unterwegs und wie erreicht man Sie – am besten telefonisch. Dazu kommen eine eigene Karriereseite für Pflegekräfte, gut lesbare Schrift, ein datensparsames Kontaktformular und vollständige Pflichtangaben. Wie eine Website für Pflegedienst-Inhaber konkret aussieht, erkläre ich in diesem Artikel – mit einer Checkliste aus 10 Punkten am Ende.

Ich baue Websites für kleine Unternehmen, darunter auch für einen ambulanten Pflegedienst in Bonn (Portfolio ansehen). Dabei habe ich gelernt: Eine Pflegedienst-Website wird von zwei sehr unterschiedlichen Gruppen besucht – von Angehörigen, die schnell Hilfe suchen, und von Pflegekräften, die einen neuen Arbeitgeber suchen. Beide müssen sich sofort zurechtfinden.
Wer besucht eine Website für Pflegedienst-Angebote?
Die meisten Anfragen kommen nicht von den Pflegebedürftigen selbst, sondern von Angehörigen: Tochter, Sohn, Ehepartner. Oft ist die Lage akut – ein Krankenhausaufenthalt endet, ein Pflegegrad wurde gerade bewilligt, die Versorgung zu Hause muss schnell stehen. Diese Menschen lesen keine langen Texte. Sie wollen wissen, ob Sie in ihrem Ort fahren, ob Sie noch Kapazitäten haben und unter welcher Nummer sie jemanden erreichen.
Die zweite Gruppe sind Bewerberinnen und Bewerber. Für viele Pflegedienste ist die Website heute genauso ein Recruiting-Werkzeug wie ein Kanal für neue Klienten. Wer hier nur „Verstärkung gesucht“ ohne Details schreibt, verschenkt Bewerbungen.
Was auf jede Website für Pflegedienst-Betriebe gehört
1. Leistungen – einzeln und verständlich
Listen Sie jede Leistung mit einem kurzen, klaren Absatz auf: Grundpflege, Behandlungspflege nach ärztlicher Verordnung, Verhinderungspflege, Entlastungsleistungen, Beratungsbesuche, gegebenenfalls Intensivpflege. Erklären Sie Fachbegriffe in einem Satz. Angehörige kennen den Unterschied zwischen Grund- und Behandlungspflege oft nicht – wer ihn verständlich erklärt, wirkt kompetent und spart sich viele Rückfragen am Telefon.
Wenn Sie Beträge der Pflegekasse nennen, verlinken Sie die Quelle und prüfen Sie die Zahlen zu jedem Jahreswechsel. Veraltete Beträge sind einer der häufigsten Fehler, die ich auf Pflegedienst-Websites sehe.
2. Einzugsgebiet – konkret mit Ortsnamen
„Tätig in der ganzen Region“ hilft niemandem. Nennen Sie die Städte und Stadtteile, die Sie anfahren. Das hilft Angehörigen bei der Entscheidung und Google bei der Einordnung Ihrer Website für Suchanfragen wie „Pflegedienst Bonn-Beuel“.
3. Kontakt – Telefon an erster Stelle
Die Telefonnummer gehört sichtbar in den Kopfbereich, auf dem Smartphone als antippbarer Button. Ergänzend sinnvoll: Erreichbarkeitszeiten, ein Rückrufformular und – falls Sie es anbieten – WhatsApp. Ein Hinweis wie „Rückruf in der Regel am selben Werktag“ sollten Sie nur schreiben, wenn er stimmt.
4. Karriereseite für Pflegekräfte
Eine eigene Seite „Karriere“ oder „Jobs“ mit konkreten Angaben: Arbeitszeitmodelle, Einsatzgebiet, Dienstwagen ja oder nein, Einarbeitung, Ansprechperson. Eine Kurzbewerbung über ein einfaches Formular oder per WhatsApp senkt die Hürde deutlich. Lebenslauf und Zeugnisse können später nachgereicht werden.
5. Das Team mit echten Fotos
Pflege ist Vertrauenssache. Echte Fotos von Leitung und Team wirken stärker als jedes Stockfoto mit lächelnden Models. Holen Sie dafür die Einwilligung der abgebildeten Mitarbeitenden schriftlich ein.
Lesbarkeit und Barrierefreiheit
Viele Besucher Ihrer Website sind älter oder lesen auf einem kleinen Smartphone-Bildschirm. Achten Sie deshalb auf:
- Schriftgröße im Fließtext von mindestens 16 Pixeln, besser 18,
- deutlichen Kontrast zwischen Schrift und Hintergrund – keine hellgraue Schrift auf Weiß,
- große, gut antippbare Buttons,
- einfache Sprache und kurze Absätze,
- Alternativtexte für Bilder.
Rechtlich gilt seit dem 28.06.2025 das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG). Es betrifft vor allem Websites, über die Verbraucher Verträge online abschließen können, zum Beispiel Online-Shops; Kleinstunternehmen, die Dienstleistungen erbringen, sind ausgenommen. Eine reine Informationsseite mit Kontaktformular fällt nach meinem Verständnis in der Regel nicht darunter. Unabhängig davon lohnt sich Barrierearmut gerade in der Pflege, weil Ihre Zielgruppe sie direkt braucht.
Datenschutz: Vorsicht bei Gesundheitsdaten im Formular
Ein häufiger Fehler sind Kontaktformulare mit Feldern wie „Diagnose“, „Pflegegrad“ oder „Vorerkrankungen“. Angaben zur Gesundheit gehören nach Art. 9 DSGVO zu den besonders geschützten Daten. Für den Erstkontakt reichen Name, Telefonnummer, Ort und ein freies Nachrichtenfeld. Alles Weitere klären Sie im Gespräch.
Außerdem gehören auf jede Pflegedienst-Website:
- ein vollständiges Impressum nach § 5 Digitale-Dienste-Gesetz (DDG) – bei einer UG oder GmbH mit Registergericht, Registernummer und vertretungsberechtigter Person,
- eine Datenschutzerklärung, die zu den tatsächlich eingesetzten Diensten passt,
- ein Cookie-Banner, wenn Statistik- oder Marketingdienste eingesetzt werden – mit echter Ablehnungsmöglichkeit,
- lokal eingebundene Schriften statt Google Fonts vom fremden Server.
Werbeaussagen: lieber konkret als superlativ
Formulierungen wie „die beste Pflege in Bonn“ oder „100 % zufriedene Patienten“ klingen gut, lassen sich aber kaum belegen. Irreführende Werbung verbietet § 5 UWG, und bei gesundheitsbezogenen Aussagen kann zusätzlich das Heilmittelwerbegesetz greifen. Überzeugender sind ohnehin nachprüfbare Fakten: seit wann es Sie gibt, welche Qualifikationen das Team hat, welche Orte Sie anfahren, mit welchen Pflegekassen Sie abrechnen.
Bei Google gefunden werden: lokal denken
Angehörige suchen fast immer mit Ortsbezug: „ambulanter Pflegedienst“ plus Stadt oder Stadtteil. Drei Dinge machen hier den größten Unterschied:
- Google-Unternehmensprofil: vollständig ausgefüllt, mit richtigen Öffnungszeiten, Leistungen und echten Fotos. Wie das geht, beschreibe ich auf meiner Seite zum Google-Unternehmensprofil.
- Einheitliche Kontaktdaten: Name, Adresse und Telefonnummer müssen auf Website, Google-Profil und in Branchenverzeichnissen exakt gleich geschrieben sein.
- Eine Seite pro wichtiger Leistung: eine eigene Seite für Verhinderungspflege oder Intensivpflege rankt besser als ein Sammelabsatz.
Mehr zur technischen Seite lesen Sie unter SEO-Optimierung.
Typische Fehler auf bestehenden Pflegedienst-Seiten
Wenn ich bestehende Seiten von Pflegediensten ansehe, wiederholen sich ein paar Fehler. Ganz oben steht ein großes Bild ohne Aussage, die Telefonnummer findet man erst im Footer. Leistungen sind als Stichwortliste ohne Erklärung aufgeführt. Die Stellenanzeige ist ein PDF von vor zwei Jahren. Beträge der Pflegekasse sind veraltet, und das Impressum verweist noch auf das alte Telemediengesetz statt auf das DDG.
Jeder dieser Punkte kostet Anfragen. Die gute Nachricht: Die meisten lassen sich ohne kompletten Neubau beheben. Bei einer neuen Website für Pflegedienst-Teams plane ich diese Punkte von Anfang an ein – bei einer bestehenden Seite prüfe ich zuerst, was sich mit wenig Aufwand verbessern lässt.
So entsteht eine Website für Pflegedienst-Betriebe: der Ablauf
Neben Dienstplan, Touren und Abrechnung bleibt in einem Pflegedienst wenig Zeit für ein Webprojekt. Deshalb ist der Ablauf so aufgebaut, dass Sie nur an wenigen Stellen gebraucht werden.
- Erstgespräch: Wir klären, welche Leistungen Sie anbieten, in welchen Orten Sie unterwegs sind und ob Sie gerade Personal suchen. Danach erhalten Sie einen verbindlichen Festpreis.
- Kostenlose Vorschau: Sie sehen einen ersten Entwurf Ihrer Website für Pflegedienst-Klienten und Bewerber, bevor Sie sich entscheiden. Erst wenn er Ihnen gefällt, geht es weiter.
- Inhalte sammeln: Sie schicken mir Ihre Leistungsliste, die Orte im Einzugsgebiet, Teamfotos mit Einwilligung der Abgebildeten und aktuelle Stellenanzeigen, falls vorhanden. Fehlende Texte formuliere ich auf Grundlage Ihrer Angaben – Sie prüfen und geben frei.
- Umsetzung und Pflichtseiten: Ich baue die Seiten mit WordPress, binde Schriften lokal ein, richte ein datensparsames Kontaktformular ein und lege Impressum und Datenschutzerklärung an. Anschließend teste ich die Website für Pflegedienst-Besucher auf Smartphone, Tablet und Computer.
- Übergabe: Nach dem Livegang zeige ich Ihnen, wie Sie Texte, Bilder und Stellenanzeigen selbst ändern. Hosting, Domain und Wartung übernehme ich auf Wunsch.
In der Regel ist eine Website für Pflegedienst-Teams so in 7 bis 14 Tagen online. Wie schnell es geht, hängt vor allem davon ab, wann Texte und Fotos vorliegen. Für die Teamfotos lohnt sich ein ruhiger Vormittag, an dem möglichst viele Kolleginnen und Kollegen vor Ort sind.
Nach dem Start gilt: Halten Sie Leistungen, Stellenanzeigen und Beträge der Pflegekasse aktuell. Eine Website für Pflegedienst-Angebote wirkt nur so vertrauenswürdig wie ihre neuesten Angaben – veraltete Zahlen oder eine längst besetzte Stelle fallen Angehörigen und Bewerbern sofort auf.
Was kostet eine Website für Pflegedienst-Betriebe?
Eine typische Pflegedienst-Website mit Startseite, Leistungsseiten, Karriere, Team, Kontakt und den Pflichtseiten entspricht bei mir dem Paket Business ab 799 €. Den verbindlichen Festpreis bekommen Sie nach einem kurzen Erstgespräch, vorab sehen Sie eine kostenlose Vorschau. Laufend kommen Hosting, Domain und auf Wunsch Wartung hinzu. Alle Details finden Sie unter Was kostet eine Website?
Checkliste: Website für Pflegedienst in 10 Punkten
- Telefonnummer oben sichtbar und auf dem Handy antippbar
- Jede Leistung einzeln und verständlich erklärt
- Einzugsgebiet mit konkreten Orten
- Karriereseite mit Kurzbewerbung
- Echte Teamfotos mit Einwilligung
- Gut lesbare Schrift, starker Kontrast
- Kontaktformular ohne Gesundheitsdaten
- Impressum nach § 5 DDG, Datenschutzerklärung, lokale Schriften
- Keine unbelegbaren Superlative
- Google-Unternehmensprofil vollständig gepflegt
Häufige Fragen
Braucht ein kleiner Pflegedienst überhaupt eine eigene Website?
Ja, wenn Sie neue Klienten oder Mitarbeitende gewinnen möchten. Angehörige und Bewerber prüfen fast immer zuerst online, wer Sie sind. Ein Google-Profil allein bietet zu wenig Platz für Leistungen, Einzugsgebiet und Stellenangebote.
Wie lange dauert die Erstellung?
Eine Business-Website ist bei mir in der Regel in 7 bis 14 Tagen fertig – je nachdem, wie schnell Texte und Fotos vorliegen.
Kann ich Stellenanzeigen und Texte später selbst ändern?
Ja. Ich baue mit WordPress und zeige Ihnen bei der Übergabe, wie Sie Texte, Bilder und Stellenanzeigen selbst anpassen.
Darf ich im Kontaktformular nach dem Pflegegrad fragen?
Ich rate davon ab. Der Pflegegrad ist eine Gesundheitsangabe im Sinne von Art. 9 DSGVO. Für den ersten Kontakt genügen Name, Telefonnummer und Ort – den Rest klären Sie im Gespräch.
Sie planen eine neue Website für Ihren Pflegedienst oder möchten die bestehende überarbeiten? Schreiben Sie mir – Sie erhalten eine kostenlose Vorschau und einen Festpreis, bevor Sie sich entscheiden.